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Zerschmettern können hättest Du das Kreuz, mit einem Wort zerschmettern können; doch Du trugst’s für uns.
Verteidigen können hättest Du Dich, alle frechen Münder zum Schweigen bringen können hättest Du; doch schwiegst Du still.
Vernichten können hättest Du all die, die Dich ans Kreuze schlugen, mit einem Blick vernichten könntest Du uns alle; doch Du ließt es zu.
Uns hassen können hättest Du, die wir uns immer wieder von Dir abgewendet haben, uns lassen können hättest Du, die wir vor Dir durch nichts als Deine Gnade könn` bestehn, und abgrundtief verachten könntest Du uns; doch Du liebst uns sehr.
Dir danken müßten wir für das so unermeßliche Geschenk, das Du uns machtest, zu Dir bekennen müßten wir uns, Dir vertrau`n, daß mit Dir Rettung geht einher.
Ich bin der Weg, die Wahrheit und das Leben, und niemand kommt zum Vater denn durch mich.
So lehrst Du uns, doch trau`n wir lieber unsren eignen Kräften, die Grenzen spüren wir -“ vor uns`re Augen lassen wir sie nicht.
Gerhild Mölle (2003)
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